Last update 28.05.2006
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Starnberg Tagebuch
28.10.05

Irgendwann beruhigt sich der Kater, und noch spät in der Nacht beschließen wir, daß "der Kater" nun doch einen Namen braucht. Auch, wenn er es nicht schaffen sollte, so soll er nicht namenlos sterben.
Wir nennen ihn Starnberg, nach dem Wohnort eines Freundes, der mir vorgestern im Chat seelisch beigestanden hat.


In der früh liegt Starnberg zwischen Wand und Box. Etwas eingeklemmt, aber warm - die Fußbodenheizung ist ja schon in Betrieb.
Ich denke mir, wieso nicht, so hat er doch eigentlich mehr Platz, und ob er in der harten Plastikbox liegt oder auf den harten Fliesen ist letztendlich egal, hauptsache warm isses. Und so nehme ich die Box aus dem WC.


Etwas später lege ich ihn doch wieder in die Box. Offenbar fühlt er sich überhaupt nicht sicher, wenn er ringsum keine Begrenzung hat, an der er sich abstützen kann. Auf den Fliesen macht er einen Purzelbaum und ist total verwirrt und miaut um Hilfe...

Als er sich wieder beruhigt hat, gibt es die nächste Fütterung von Hand. Er frißt eine gute kleine Portion, aber er ist so hektisch! Beim beißen knirschen seine Zähne so ungut, daß ich eine Gänsehaut bekomme...
Ich suche dann noch eine Einwegspritze und verdünne das Gelee vom Dosenfutter mit Wasser. Versuchsweise versuche ich, ihm etwas einzuflößen - und auch das wird gierig aufgeschleckt - ohne Zähneknirschen.


Danach hole ich den Flohkamm und fange vorsichtig an, ihm zu bürsten - und er mag es! Aber er hat Unmengen von Flöhen, also wird er gleich mal mit Flohspray behandelt. Seine Ohren sind ebenfalls total vermilbt, vor allem das linke, zerschlitzte, das er immer etwas nach hinten legt, aber dagegen kann ich jetzt nichts machen. Dadurch sieht er etwas mißmutig aus - ist es aber nicht.

Danach gibts noch eine Streicheleinheit, die Starnberg etwas erschöpft genießt. Hinterher desinfiziere ich den WC-Boden mit Bactozol, um die herumhüpfenden Flöhe aufzuhalten, und ich lasse Starnberg wieder in Ruhe.
Starnberg verschläft den ganzen Nachmittag und will auch nichts mehr fressen.

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Abends habe ich die Idee, das Dosenfutter zu Brei zu zermixen, mit viel Wasser anzurühren und ihm das ganze mit der Spritze zu verabreichen. Er kapiert sehr schnell worum es geht, und ich kann die 5ml Spritze gar nicht schnell genug nachfüllen.

Dosenfutter als MantscheNach der vierten Ladung wird es mir zu dumm und ich versuche, ihm die Schüssel hinzuhalten, immerhin kann er seinen Kopf plötzlich viel besser koordinieren. Und siehe da, er schafft es halbwegs gerade die Schüssel leer zu schlecken.

Ich mixe noch eine Schüssel, diesmal etwas dicker, und auch die wird fast ganz aufgeschleckt. Fast 200g Dosenfutter hat Starnberg damit verdrückt.


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Starnberg genießt StreicheleinheitenHinterher wirkt er viel lebendiger, guckt mich an, bilde ich es mir ein: dankbar! Versuchsweise halte ich ihm meine Stirn hin und er schmust mich stürmisch an! Na, dafür nehme ich sogar einen Floh in Kauf!

Seine Pupillen sind nicht mehr so groß wie heute morgen, und ich wage es, ein paar schnelle Photos von ihm zu blitzen.


Starnberg und "sein" HandtuchRechts im Bild: Starnberg verkrallt sich ganz sanft in das Handtuch und knetelt.

Hier sieht man auch, wie er seine Ohren flach macht, trotzdem ist er hier gerade bester Laune.


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Starnbergs Köpfchen haltenIch darf sogar sein Bäuchlein kraulen, er legt sich halb auf den Rücken und streckt sein Hinterbeinchen weg, so gut es geht.

Rechts im Bild: Wenn ich ihm sein Köpfchen so halte, läßt er es sich gerne gefallen.

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